Freitag, 27. Dezember 2013

Buchstöckchen

Dagmar hat in Köln mit einem Stöckchen um sich geworfen. Ich habe es dann mal aufgehoben.

Welches Buch liest Du momentan?
Neben mir liegen gerade "Die Abenteuer des Joel Spazierer" in der wunderschönen Ausgabe der Büchergilde Gutenberg.

Warum liest Du das Buch? Was magst Du daran?
Die Abenteuer des Joel Spazierer ist seit langem mal wieder ein Buch, das ich mir nur aufgrund des Klappentextes gekauft habe. Zum Inhalt kann ich noch nicht viel sagen, da ich heute erst angefangen habe zu lesen. Was mir allerdings richtig gut gefällt ist der schwarz-weiße Leinenumschlag und die wirklich schöne Buchgestaltung.
Vor einem Jahr habe ich angefangen, darüber nachzudenken, mir irgendwann einen Ereader zuzulegen. Noch wehre ich mich dagegen, weil ich, wie der aufmerksame Leser diesem Blog vielleicht entnommen hat, ein Büchernarr bin. Im Moment lautet mein Vorsatz: Kauf dir schöne Bücher ganz bewusst und Taschenbücher gebraucht. (Der Ereader taucht da nicht drin auf, ich weiß.) Um diesen Vorsatz auch einzuhalten, bin ich seit Anfang des Jahres Mitglied bei der Büchergilde, weil mir Programm und Buchausstattung einfach zusagen.

Wurde Dir als Kind vorgelesen? Kannst Du Dich an eine der Geschichten erinnern?
So richtig erinnern kann ich mich nicht. Allerdings bin ich in einem wundervollen Haus aufgewachsen, in dem nahezu jeder freie Winkel mit Büchern vollgestopft ist. Meist handelt es sich dabei um Abenteuerliteratur, Geschichtliches, Krimis und ein wenig phantastische Literatur. Da ich das mit dem Lesen wohl relativ fix raus hatte als Kind, habe ich mit der Bergung der Bücherschätze ziemlich früh auf eigene Faust angefangen.

Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den /die Du mal regelrecht verliebt warst?
Verliebt? In einen Protagonisten? Ich glaub dazu bin ich dann doch zu rational veranlagt. Leider...

In welchem Buch würdest Du gern leben wollen?
Wenn ich mich zwischen Buchdeckel pressen lassen würde, dann wäre das eine Gesamtausgabe von Isaac Asimovs Werken.

Ein Lieblingssatz aus einem Buch?
Ich mag die Formulierung "wie Butter auf zu viel Brot verstrichen". Ich musste das Gefühl in den letzten Jahren intensiv kennenlernen. Mir ist noch keine bessere Umschreibung für eine Depression untergekommen, auch wenn Tolkien den Satz sicher anders gemeint hat.

So, wer ist der oder die Nächste? Die Juna, die Co Ma oder der Dunkelangst oder vielleicht jemand ganz anderes...

Sonntag, 22. Dezember 2013

Kindersonntagsausflug

Als bekennender Freund der Reihe Eisenbahnromantik von Hagen von Ortloff, hatte ich in der letzten Woche einen kleinen Hinweis erhalten. Unweit des Ingenhovenschen Familiendomizils liegt der Modellbahnhof Stockheim. (Achtung, die Seite versprüht einen gewissen Jahrtausendwendecharme, vermittelt aber einen sehr guten Eindruck der Anlage.)

Es handelt sich beim Modellbahnhof um ein altes Bahnhofsgebäude, das von Modellbahnfreunden gekauft und wieder hergerichtet wurde. Im Inneren verbergen sich eine Darstellung Mittelhessens im Maßstab 1:87 und eine große LGB-Anlage mit einem imposanten Nachbau des Kreisviadukts von Brusio.

Die LGB-Anlage fasziniert sicherlich schon aufgrund ihrer Größe, allerdings ist bei der Anlage auch noch einiges zu tun, manche Ecken scheinen noch nicht zu Ende gebaut. (Ist man bei einer Modelleisenbahn jemals an einem Ende angelangt? Unwahrscheinlich...)

Die Innenanlage mit der Spurweite H0 erstreckt sich über mehrere Zimmer. Unzählige liebevoll gestaltete Szenen sind auch für die Kleinsten problemlos einsehbar, da am Eingang eine ganze Reihe kleiner Trittleitern kostenlos zu entleihen sind. Ich allein hätte mich ja schon stundenlang sattsehen können, und ich habe mit Sicherheit noch nicht alles entdeckt, was es zu sehen gab. Für unsere Kleine waren die vielen Taster völlig faszinierend, mit denen vom Modellflugzeug (selbstverständlich im Modellmaßstab), über Feuerwehreinsätze bis zum Stadtverkehr jede Menge Bewegung auf der Anlage erzeugt werden kann. Wenn es sich satt gedrückt hat, stehen noch eine Reihe kleinerer Anlagen zur Verfügung, auf denen die Kinder selber den Zugverkehr steuern können.

Die Anlage in Stockheim kann und will es selbstverständlich nicht mit Profianlagen wie in Hamburg aufnehmen, dafür versprüht der ganze Bahnhof aber seinen ganz eigenen, gemütlichen Charme, amateurhaft im ursprünglichsten Wortsinne. Hier sind eben Liebhaber am Werk. Und auf das, was sie da in der mittelhessischen Provinz geschaffen haben, können sie zu Recht sehr stolz sein.

Der Modellbahnhof Stockheim erhält meine drei persönlichen Empfehlungen als Modellbauer, Eisenbahnfreund und Vater einer dreieinhalbjährigen Tochter.

Im zweiten Teil des Ausflugs ging es dann etwas größer zu. Da der Modellbahnhof über eine gute Autobahnanbindung verfügt, waren wir noch fix am Frankfurter Flughafen. Schließlich kann man da Zug fahren und noch große Flugzeuge auf dem beleuchteten Flugfeld anschauen. Fazit unserer Kleinen war jedenfalls: "Papa, das war ein cooler Obertag!"

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P.S.: Auf der Rückfahrt durfte ich mir noch das Märchen von Schneewittchen und den sieben drei zwei Schildkröten anhören. Ich habe nicht alle Zusammenhänge verstanden, aber ich glaube, das war auch gar nicht nötig. Die Erzählerin hatte auch so ihren Spaß.

Freitag, 13. Dezember 2013

Ist das Kunst, oder kann das weg?

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Als was nun, ist das jetzt Kunst, oder kann das weg?
Sieht doch ganz nett aus, so als modernes Gemälde. Passt doch gut in einen Hotelflur oder eine Arztpraxis, oder?

Die Antwort ist wie so oft im Leben: Es ist kompliziert!

Kann das weg? Ja, auf jeden Fall!

Ist das Kunst? Keine Ahnung, da es sich um das Photo eines Stückes Hühnerfleisch handelt, das zwei Wochen in konzentrierter Natronlauge gebadet wurde.

 

Igitt! Wer macht denn so was?

Schüler von mir wollten die Wirkung von Abflussreiniger simulieren. Sie hatten gelesen, dass Abflussreiniger organische Moleküle auflöst.
Na das wird dann doch gleich mal ausprobiert! Und Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Oder eingelegt in Natronlauge...

Randerscheinung



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Es gibt diese Tage, an denen du glaubst, keine Zeit zu haben. Und dann läuft dir ganz am Rand des Augenwinkels doch noch ein Bild vor's Telephon...

Dienstag, 3. Dezember 2013

10 digitale Dinge

Moritz "mo." Sauer hat über 10 digitale Dinge geschrieben. Ich habe das Stöckchen dann mal aufgehoben:

1. Welches soziale Netzwerk ist dir das Liebste – und warum?
Darf ich auch zwei nennen? Ja? Danke. Also, neue Musik (meist schottische Folksongs für unsere Band) entdecke ich auf youtube.
Twitter vereint für mich auf perfekte Weise Schnelligkeit, Kontaktfreudigkeit, Demokratie, Kunst, Politik und Chaos. Ich mag Twitter, obwohl es mir manchmal gehörig auf den Zwirn geht.

2. Was ist das Dümmste, was du je über Facebook gehört hast?
Wenn Leute ihr Facebookprofil als Homepage bezeichnen....nicht wirklich, oder? Doch, das habe ich jetzt schon mehrfach gehört: Ich hab ne Homepage in Facebook. Als ob Facebook das Internet wäre...

3. Wie wichtig findest du das Monitoring deiner Online-Aktivitäten für dich? (Besucherzahlen, Likes, Follower etc.)
Ich schließe mich Moritz mit meiner Antwort an: Das war mir mal wichtiger. Viel wichtiger finde ich das Monitoring durch den Bot von ironbloggerkoeln.de, der mich ab diesem Moment nicht mehr dazu anhalten muss, diese Woche noch etwas zu schreiben.

4. Welche Blogs sollte man unbedingt lesen?
Puh, schwierig. Blogs sind bei mir wie Mixtapes: sehr tagesformabhängig. (Ich mach da mal einen eigenen Artikel draus. Versprochen.) Oft stoße ich über twitter auf gute Artikel. Julia Schönborn schafft es immer wieder, mich zu berühren. Mein Lieblingsblog ist im Moment zungenbrand.de. Ich mag Patricks Stil einfach.

5. Welche Online-Tools nutzt du am liebsten?
Die Textkorrektur auf duden.de ist ja schon saupraktisch.

6. Wie heißt das Buch, das du gerade liest oder zuletzt gelesen hast?
Andreas Eschbach: Herr aller Dinge

7. Hast du eine Zeitung abonniert und warum (nicht)?
Ja, ich bin Abonnent der National Geographic Deutschland. Ich habe schon mehrfach überlegt auf digital umzustellen, aber da es das DVD-Abo nicht komplett als Download gibt, greife ich weiterhin zu Papier.
Außerdem habe ich Perry Rhodan abonniert. Richtig gute "Schundliteratur" gehört einfach in Hefte aus schlechtem Papier. Da bin ich wählerisch.

8. Vervollständige einen dieser Sätze: “Print ist…” oder “Fernsehen ist…”
Print ist unersetzlich am Strand und in der Badewanne.

9. Wenn du noch einmal von vorne anfangen könntest, was würdest du werden?
Warum um Himmels willen sollte ich von vorne anfangen. Ich bin ich, und das unter anderem durch die Dinge, die ich eigentlich nie tun oder erleben wollte. Aber nichts davon will ich missen.

10. Über welches Video, Gif, Meme oder welchen Tweet hast du zuletzt gelacht?
Ganz ehrlich? Das hier:

 

Montag, 2. Dezember 2013

Postkarte vom Laacher See

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Gerüchte, dass dieser Baum da morgens extra nur für uns Photographen hingelegt und abends wieder eingesammelt wird, wurden von nächtlichen Schwimmern glaubhaft wiederlegt.

Das Wort Idylle spricht man im Falle dieses Bildes übrigens genauso aus wie die Worte Kanaille, Patrouille und Medaille.

Glaube ich zumindest...