Samstag, 30. November 2013

#VDS - Wie sag ich's bloß meinen Eltern

Heute mal kein Photo. Heute mal ein offener Brief an die Generation meiner Eltern, die ohne Internet aufgewachsen ist.

 

Liebe Eltern,

Es geht um die Vorratsdatenspeicherung (VDS), die CDU, CSU und SPD in ihren sogenannten Koalitionsvertrag geschrieben haben. (Was Aussagen in Koalitionsverträgen wert sind, haben wir ja die letzten vier Jahre gesehen. Aber auf die VDS sind ein paar Politiker derartig geil, dass es mir Angst macht.)

Worum geht es also? Stellt euch vor, liebe Eltern, dass in jeder Postfiliale jemand sitzt, der von jedem Brief, jedem Päckchen und jeder Postkarte, überhaupt von jeder Postsendung Absender, Empfänger, Postfiliale der Aufgabe und Postfiliale der Ablieferung notiert und in einem großen Notizbuch aufschreibt. Wohlgemerkt von allen Postsendungen - völlig grundlos. Einfach weil es so im Gesetz steht. Dieses große Notizbuch muss sechs Monate lang aufbewahrt werden und auf Verlangen der Polizei (pro forma nach richterlichem Beschluss) überlassen werden. Einfach so, weil es im Gesetz steht.

Die Begründung für dieses Gesetz ist einfach, bestechend und nachvollziehbar: Wenn jemand ein Verbrechen begeht, hat er das vielleicht vorher in Briefen angekündigt. So können wir leichter Beweise finden.

Die Standardargumente für die Vorratsdatenspeicherung sind meistens dieselben: VDS hilft bei der Bekämpfung von Terroranschlägen, bei denen es Tausende Tote geben kann. VDS hilft gegen Pädophile, weil die sich über das Internet austauschen und Kinder geschützt werden müssen. Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu befürchten und wer gegen Vorratsdatenspeicherung ist, hat bestimmt Dreck am Stecken und muss wohl mal näher untersucht werden. Diese Argumente werden auch dann vorgebracht, wenn sie nachweislich falsch sind.(Nebenbei bemerkt ist diese Aussage für mich Grund genug, dass Sigmar Gabriel sich einen neuen Job suchen sollte; Briefmarkenanlecker vielleicht.)

Kommen wir kurz zur Auseinandersetzung mit den einzelnen Argumenten:

Im sogenannten NSA-Skandal konnten die beiden Hauptbefürworter Friedrich und Pofalla keine Beweise dafür liefern, dass das milliardenfache Abhören unserer Kommunikation auch nur einen einzigen Terroranschlag verhindert hat. Beide haben zwar groß rumgetönt, letztendlich ist von den angeblichen Terroranschlägen aber nichts mehr übrig geblieben, was einen derartigen Aufwand und eine milliardenfache Grundrechtsverletzung rechtfertigen würde. Vorratsdatenspeicherung dürfte gegen Terrorismusabwehr also auch nichts bringen. OK, Argument überzeugt nicht? Versuchen wir es mathematisch.
In Europa kommen jährlich mehr Menschen im Straßenverkehr um, als durch Terroranschläge. Höchste Zeit, endlich den Individualverkehr zu verbieten. Am sichersten ist es sowieso, wenn man zu Hause bleibt.

Kommen wir zum Bereich Pädophilie und Kinderpornos. Liebe Analogmenschen, glaubt ihr allen Ernstes, dass Kinderpornos ein Phänomen des Internetzeitalters sind? Nicht wirklich, oder? Und mal ganz ehrlich, kein Produzent eines Kinderpornos würde diesen an seine Kunden in einem offenen und durchsichtigen Umschlag verschicken. (Emails sind im Regelfall immer noch offen und unverschlüsselt.) Genau, solche Produkte wurden schon immer unter der Hand, abseits der Öffentlichkeit und durch Mund-zu-Mund-Propaganda weiter gereicht. Solche Strukturen existieren auch im Netz. Aber das sind nicht die Orte, an denen sich die allermeisten von uns virtuell bewegen. Statt also auf öffentlichen Plätzen wahllos jeden Passanten nach Kinderpornos abzusuchen, sollte sich die Polizei lieber auf die heimlichen Vertriebskanäle konzentrieren. Sie hat im analogen wie im digitalen Leben die Möglichkeit dazu, ohne uns alle unter Generalverdacht zu stellen.

Drittens! Wer nichts zu verbergen hat.....
Liebe Elterngeneration. Eure eigene Elterngeneration weiß, wie es ist, in einem Staat leben zu müssen, in dem ja nichts zu verbergen hat. Dummerweise haben das nicht eure Eltern bestimmt, was plötzlich verdächtig war und was nicht. Das war die damals regierende Klasse. Dumm gelaufen, oder?
Ja gut, kann man jetzt sagen, das waren ja Nazis und damit Verbrecher. Geht in Ordnung. Aber wie schnell eine demokratische Partei von reaktionären und teilweise kriminellen Vollpfosten unterwandert werden kann, sieht man ja bei den Teebeutelschwingern unseres großen atlantischen Bruders. (Dass diese Hornochsen dabei noch den großen Namen der echten Tea Party verbrennen, ist leider nur ein kleines Randübel.)
OK, keine Nazivergleiche mehr. Aber Senator McCarthy sollte ja wohl noch ein Begriff sein, und dass die Sache mit der Rasterfahndung in den Siebzigern auch keine wirklich wirksame Sache war, solltet ihr auch noch wissen, liebe Elterngeneration. Tea-Party, McCarthy-Ausschuss und Rasterfahndung gegen die RAF sind Auswüchse des sogenannten demokratischen Rechtsstaats gewesen. Soviel nur dazu.

Ich fürchte, dass Leute wie Thomas Oppermann und Peter Schaar in den nächsten vier Jahren nicht viel zu melden haben werden. Und ich bedaure bis heute zutiefst, dass die Partei von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von inhaltsleeren und machtgeilen Jüngelchen unterwandert wurde.

Ich fürchte auch die Gleichgültigkeit weiter Bevölkerungsteile in unserem Land. (Nein, ich spare mir den Nazivergleich und die Weimarer Republik an der Stelle, so schlau seid ihr selber.) Dass es hilft, Widerstand zu leisten, hat man 2007 gesehen, als das Bundesverfassungsgericht den ersten Versuch zur VDS zurückgepfiffen hat.

Ich fürchte um die Generation unserer Kinder. Ich will nicht, dass meine Tochter und ihre Freunde in einem Überwachungsstaat leben müssen, in der jeder Bürger unter Generalverdacht steht. (Elmar Weinhold hat das sehr schön beschrieben.) Ich möchte einen Staat, der seinen Bürgern vertraut und in dem die Unschuldsvermutung noch etwas gilt - analog wie digital. Schließlich wollt ihr euch ja beim Einkaufen auch nicht routinemäßig einer Taschenkontrolle an der Kasse unterziehen müssen, oder?)

Und ich fürchte um die Moral unserer Politiker (Ja, ich weiß, ich bin Optimist. Viele werden jetzt sagen, dass es da nicht mehr viel zu befürchten gibt. Aber im Großen und Ganzen glaube ich schon noch an so etwas wie Restmoral.) Wie bitte kann es sein, dass die zukünftige Regierung etwas in ihren Koalitionsvertrag schreibt, dass die UNO für menschenrechtswidrig hält? (Gut, bei Menschenrechten hab ich ja seit der Lampedusageschichte und der Sache mit Frontex keine allzu hohen Erwartungen mehr, aber das ist eine andere Geschichte.

So, und jetzt Butter bei die Fisch, Arsch huh, Zäng ussenander und Ärmel hochkrempeln. Was könnt ihr analog und digital gegen die Vorratsdatenspeicherung und den damit einher gehenden Generalverdacht tun:

  • reden, reden, reden - Haltet das Thema öffentlich! Diskutiert mit Freunden, Eltern, Kindern, Kollegen....

  • Nervt euren Bundestagsabgeordneten. Schreibt Briefe und Emails und fragt nach ihrer Meinung zum Thema VDS. Macht eurem Abgeordneten in Berlin klar, was ihr von Vorratsdatenspeicherung haltet. Namen und Anschrift der Abgeordneten lassen sich hier mit wenigen Klicks herausfinden.

  • Reicht eine Petition beim Petitionsausschuss des Bundestages ein. Dazu muss man kein Politikexperte sein. Jeder hat das Recht, sich an diesen Ausschuss zu wenden. Analog, per Brief oder digital auf der Internetseite des Petitionsausschusses.

  • Oder beteiligt euch hier an einer bereits laufenden Petition an den Bundesrat.


 

UPDATE vom 02.12.2013

Wer mir immer noch nicht glaubt, liebe Eltern, dem sei Folgendes gezeigt. Der Bundesinnenminister Friedrich hat sich nach Informationen der Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit folgendem Pamphlet in die Koalitionsverhandlungen begeben. Soviel zum Thema "Unterwanderung demokratischer Strukturen".

Wie wäre es denn jetzt mal mit Aufwachen?


UPDATE 2 vom 6.12.13

Auch in Japan geschieht Ungeheuerliches.

Besorgte und ängstliche Grüße

Martin

Montag, 25. November 2013

Ich weiß es einfach nicht

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Ich bin Mensch, ich bin Familienvater und ich bin Biolehrer - und ja, ich mag zoologische Gärten. Da wir Menschen uns gerade buchstäblich wie die Axt im Walde benehmen und eine Tierart nach der anderen ausrotten, halte ich Zoos sogar für extrem notwendig, so traurig diese Notwendigkeit auch ist.

Besondere Wut bekomme ich bei der Behandlung unserer nächsten Verwandten in freier Wildbahn. Aber jedes Mal, wenn ich Menschenaffen in Zoos sehe, denke ich, dass es falsch ist, sie einzusperren. Aber draußen haben sie relativ geringe Chancen gegen uns.

Ich weiß es einfach nicht! Und ihr?

Samstag, 16. November 2013

Die Füße im Feuer

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Wie jeder halbwegs vernünftige Mensch habe auch ich mein Pensum an Fünfen in der Schule verzapft. Manche davon waren echte Betonfünfer - wie die in Leichtathletik. (Man kann einem Schrank einfach keinen Seiltanz beibringen. Ist so!). Manche waren echt nervig, wie die in Mathe - Test im großen Einmaleins (Wer bitte muss auswendig wissen, was 17 mal 8 ist? Ich nicht!). Und manche Fünfen sind so cool, dass man auch nach fünfundzwanzig Jahren noch drüber lacht.

Legendär ist meine Fünf in Deutsch, als es um die Interpretation der Ballade Die Füße im Feuer ging.
Balladen waren noch nie so wirklich meins, und mein Deutschlehrer damals war auch nicht so wirklich meins. Im Nachhinein tut mir der arme Kerl leid. Paul Katzenbein (der Name ist maximal verfremdet bei gleichzeitiger Beibehaltung der Charakterisierung des Originalnamens) war eigentlich ein alter Sack, der uns deutlich spüren ließ, das es unter seinem Niveau war, pubertäre Vollpfosten wie uns zu unterrichten. Aus Kriegsgründen war ihm, so erzählte Katzenbein uns, der Doktor verwehrt geblieben. So blieb dem armen Paul die ersehnte Professorenkarriere versagt. Stattdessen musste er uns ertragen und wir ihn. Was hab ich ihn damals gehasst, und mit ihm natürlich die Deutschstunden und die Literatur. Man könnte fast meinen, der alte Katzenbein hätte sein Gutteil dazu beigetragen, dass ich mich später den Naturwissenschaften und der Pädagogik gewidmet habe. Insofern: Danke Paul Katzenbein. Du hast was gut bei mir!

Zurück zu meiner legendären Fünf.

Nachdem wir also monatelang mit Nathan dem Bekloppten, dem verwirrten Schimmelreiter und den Idioten von Seldwyla gequält wurden, kam Katzenbein mit dieser schaurigen Ballade daher, bei der schon der Anfang mein Herz höher schlagen ließ. War das etwa Abenteuerliteratur. Und dann noch der Titel. Und irgendwo stand noch was von "zwei Füße zucken in der Glut". Ey, Paul, hab ich gedacht, da gehts ja um Folter. Sehr geiles Gedicht!

In der abschließenden Klassenarbeit ging es dann um eine Interpretation des Ganzen; besonders um den Schluss, wo es heißt: Mein ist die Rache, redet Gott. Mein Fehler war, dass ich diesen Satz als Aufforderung Gottes an den Franzosen interpretiert hab, nun doch endlich Rache zu üben, und dem blöden Boten eine zu verplätten.

Das war leider falsch!

Ich fand meine Interpretation damals allerdings gar nicht so mangelhaft, sondern viel cooler als die eigentliche Botschaft vom alten Conrad Ferdinand. Wie Zeiten sich doch ändern können. Und ich muss jedes mal über mich selbst lachen, wenn ich an die Geschichte zurück denke.

Mittwoch, 13. November 2013

Chase Jarvis in Leibstadt

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The Best Camera Is The One That’s With You. Für treue Leser dieser Seite sollte es ja kein Geheimnis mehr sein, dass Chase Jarvis für mich damit mein iPhone 4S meint.

Wie Recht Jarvis mit diesem Satz hat, durfte ich an einem Nachmittag im Frühjahr 2012 spüren.

Nichts ahnend fuhr ich mit dem Auto den Hochrhein zwischen Basel und Schaffhausen auf deutscher Seite entlang, als ich plötzlich das KKW Leibstadt auf schweizer Seite vor mir sah. Da ich nur jemanden abholen wollte, hatte ich meine Pentax im Schrank liegen lassen, das iPhone diente mir zu diesem Zeitpunkt als Navi. Schwein gehabt, würde ich sagen.

Ungeachtet der Tatsache, dass es sich bei der Wolke nur um Wasserdampf handelt, hat das Bild für mich eine extrem große Symbolkraft und strahlt eine immense Bedrohung aus.

Sonntag, 10. November 2013

Der alte Barbarossa wusste schon Bescheid

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Heute gibt es mal eine kleine Sonntagsausflugsempfehlung von mir - Die Kaiserpfalz in Kaiserswerth. Die Ruine liegt direkt am Rhein im nördlichen Stadtteil Kaiserswerth, einer ehemaligen Rheininsel. Leider ist die Ruine für meinen Geschmack zu oft abgeschlossen, aber vom Rheindamm aus kann man sich ein ganz gutes Bild machen, was der alte Heinrich III. sich da mit unverbaubarer Flussaussicht an den Rhein gezimmert hat. Wem es zu kalt wird, darf auch gern im benachbarten Burghof einkehren. Im Sommer ist das einer der gepflegtesten Plätze im Düsseldorfer Norden für ein lecker Altbier. Und wenn man schon da ist: Die Toilettenanlagen im Burghof sind ein absoluter Pflichttermin - übrigens auch die Toiletten des jeweiligen anderen Geschlechts. Man wird im Herrenklo sogar ausdrücklich aufgefordert, mal einen Blick noch drüben zu werfen. Ich verrate nur soviel: Ist das Kunst oder Klo?

In meiner Jugend war die Kaiserpfalz übrigens einer meiner Lieblingsplätze. Herrlich verwinkelt mit Treppen und einem Ausguck ganz oben. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass wir sogar mal ein Remake von Highlander in der Ruine gedreht haben. Selbstverständlich außerhalb der Öffnungszeiten, wir wollten nicht so viele Komparsen dabei haben. Zum Glück ist der Film nie fertig geworden...

Ach ja, früher (TM)...

Dienstag, 5. November 2013

Rhein bei Düsseldorf



Vor einiger Zeit hat Janett Schindler über ihre Erlebnisse als Auswanderin nachgedacht. Ich bin ja auch so ein Ausgewanderter. (Oder Eingewanderter, das hängt von der Blickrichtung ab. Einigen wir uns auf Wanderer, das passt ganz gut.)
Ich fand sowohl den Artikel, als auch die zugehörige Blogparade richtig interessant. Mir fehlte dereinst nur Zeit und Inspiration, etwas zu schreiben.

Am letzten Sonntag hatte ich dann die Inspiration. Mein Bruder und seine Frau haben sich zu Besuch bei meinen Eltern angekündigt. Also sind wir auch hochgefahren.

Obige Szene hat sich bei bestem Herbstwetter bei Kaiserswerth am Rhein zugetragen. Die Rheinwiesen von Kaiserswerth liegen auf halbem Weg zwischen dem Düsseldorfer Flughafen und den Hochöfen von Duisburg Meiderich. In einer Gegend also, die so ziemlich das Gegenteil vom "Schönsten Arsch der Welt" ist, wie Jacques Berndorf es einmal ausdrückte.

Und trotzdem zeigt das Bild meine Heimat. Ja klar, Kaiserswerth ist ja ein Stadtteil von Düsseldorf. Gemeint ist aber mit dem Wort Heimat bei mir der Rhein. Ich mag diesen Fluss. Ich habe schon so unglaublich viel an ihm erlebt, dass ich mit den Geschichten einen eigenen Blog füllen könnte (mach ich vielleicht auch mal...). Und ich mag die Menschen am Rhein. Ihre Gelassenheit, die Fähigkeit 2 plus 2 beinahe grundsätzlich fünf sein zu lassen und ihre Herzlichkeit. (Gut, in Koblenz muss man da deutliche, mitunter sehr deutliche Abstriche machen; aber es muss ja auch Ausnahmen und schwarze Schafe geben.)

Man sagt uns im Rheinland oft nach, ein wenig oberflächlich, fast US-amerikanisch unverbindlich zu sein. Das mag sein. Aber mal ehrlich: Sich guten Tag zu sagen und nett zueinander zu sein hat noch keinem geschadet.

In diesem Sinne: Darum isset am Rhein so schön!

Sonntag, 3. November 2013

Ein weites Feld

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Ich bin in der Großstadt aufgewachsen. Als Kind konnte ich fast auf die Rollbahn des Düsseldorfer Flughafens spucken. Das war toll!

Mittlerweile habe ich mir den Traum erfüllt, auf dem Land zu leben - irgendwo zwischen Andernach und dem Brohltal steht unsere kleine blaue Bude. Noch nicht so richtig tief in der Eifel, aber auch nicht mehr am Rhein. Vulkaneifel eben. Und ich liebe die Landschaft der Vulkaneifel. Ich liebe ihre Kargheit und ihre Weite. Und mich fasziniert das Lichtspiel hier oben auf dem Berg. Bei ordentlichem Herbstwetter wechselt hier fast minütlich die Lichtstimmung.

Das Feld auf dem Foto fasziniert mich in besonderer Weise. Für den flüchtigen Betrachter gibt es nicht viel zu sehen: Horizont, Bäumchen, Heustapel - fertig. Ich fahre an dieser Stelle täglich auf dem Weg von meiner Arbeit vorbei. Von Anfang an strahlte diese Stelle eine einzigartige Ruhe auf mich aus. Und mit der Zeit fielen mir dann die winzigen täglichen Unterschiede auf. Mal sind es deutlich sichtbare Unterschiede, wie zum Beispiel das Wolkenspiel. Manchmal ist es aber auch nur eine winzige Kleinigkeit, die sich geändert hat. Gestern war der Heustapel noch höher.

Hier draußen lernt man Kleinigkeiten zu beobachten und zu schätzen. Das liebe ich.