Sonntag, 24. Februar 2013

Kinder, Väter und Computer

Ich bin 38. Also so gerade nicht mehr digital native. Und ich bin ein WIMP. Nein, kein Schwächling, eher das, was man verächtlich einen Mausschubser nennt. Ich mag es eben bequem und einfach. Und was ist einfacher als eine mausgesteuerte, graphische Benutzeroberfläche? Genau!

 

Irgendwann kam dann die Sache mit dem iPhone. Diese kleine Kamera, die einen Internetanschluss und faszinierende Programme zur Bildbearbeitung mitbringt. Ich prangere immer noch an, dass man mit dem Ding auch noch telefonieren können soll. So etwas ausgesprochen überflüssiges.

Ach ja, und Emails kann man mit dem Ding auch noch schreiben, und als Musikinstrument taugt es auch noch.

 

Ist ja gut! Aber mit dem Ding kann man doch bitte schön nicht arbeiten. Viel zu kompliziert, kein echtes Mulitasking, keine Verzeichnisstruktur... Nix für mich!

 

Heute begab es sich, dass wir Schlitten fahren waren. Meine Frau, meine Tochter und ich. Mit so etwas kann man zweieinhalbjährigen Kindern eine riesengroße Freude machen. Wir hatten eine kleine wasserdichte Pentax einstecken, um einige Bilder für Omas und Opas zu machen. Ist doch heutzutage echt einfach. Kein Warten mehr auf das Labor, keine versutschten Abzüge, die Oma erst dann bekommt, wenn die Kleine längst eingeschult ist. Karte in den Rechner, Email schreiben, Bilder dran, fertig. Idiotensicher!

 

Ich kündige also auf dem Heimweg zur Ablenkung der durchgefrorenen, quengelnden Tochter vollmundig an: „Kind, gleich schreiben wir eine Email an die Omas und Opas. Auf Papas Computer.“

Das Kind ist hellauf begeistert, die blau gefrorenen Finger blitzschnell vergessen. Computer sind spannend, denn man darf sie nur mit Papa oder Mama zusammen benutzen. Und was man damit schon alles selber machen kann: mit den Onkels telefonieren (den einen kann man sogar sehen), man kann Urlaubsphotos anschauen und an die Patentante schicken, manchmal erlaubt Papa sogar, dass man Schlagzeug oder Gitarre spielen kann und mit Mama kann man Memory spielen. Alles schon ziemlich alleine. Wie gesagt, Papa oder Mama müssen dabei sein, bis ich größer bin. Ach ja, und Papa und Mama nennen den Computer auch iPad, zumindest den, den man durch die Gegend tragen kann, wenn Papa und Mama gerade nicht gucken.

 

Und dann prallen Welten aufeinander.

 

Papa und Tochter sitzen andächtig und wieder aufgewärmt vor dem alten Laptop und warten geduldig, bis die Maschine hochgefahren ist. - Komisch, die Computer, die ich sonst schon benutze, können das nicht, dieses hochfahren.

Ich schiebe die Speicherkarte in den Rechner. - Papa, hilfst du mir, das geht nicht.

So, jetzt müssen wir das Emailprogramm aufmachen. - Was, wieso will Papa denn nicht, dass ich auf den Computer packe wie sonst auch, wenn wir eine Email schreiben. Und warum nennt er das Ding mit dem roten Licht unten drunter Maus. So nennt er sonst nur Mama.

Und jetzt müssen wir die Bilder nur noch in den Anhang packen, guck. - Ich gucke das rote Licht an, und wozu sind die Knöpfe auf der Maus. Was soll das?

So, Tochter, willst du auf den Knopf drücken, um die Email abzuschicken, wie sonst auch? - Papa, ich muss doch auf den Knopf drücken, hast du gesagt, warum soll ich denn die doofe Maus schon wieder anpacken.

So, und jetzt müssen wir den Computer noch aus machen. Hilfst du mir? Der gelbe Knopf mit dem Kreis. - Papa, warum geht der Computer denn jetzt nicht aus? Warum soll ich denn noch einen Knopf drücken.

 

Und die Moral von der Geschicht: Papas Computer ist ja komisch. Total kompliziert!

Dienstag, 12. Februar 2013

10 Gründe, warum mir Twitter tierisch auf den Zwirn geht:




  • Twitter ist schnell und ungefiltert.

  • Auf Twitter sind seltsame Menschen.

  • Wer am lautesten schreit, gewinnt.

  • Auf Twitter steht eine Menge Müll.

  • Twitter verzerrt die Sicht auf die Realität.

  • Twitter ist nicht die Realität.

  • 140 Zeichen reichen oft nicht aus, um sich fundiert auszutauschen.

  • Twitter ist voller Spambots.

  • Twitter ist eine Unterhaltung mit sich selbst.

  • Twitter ist nichts für Misanthropen

10 Gründe, warum ich Twitter nicht mehr missen möchte:




  • Twitter ist schneller und ungefiltert.

  • Auf Twitter sind seltsame Menschen.

  • Ich habe Menschen wiedergefunden.

  • Auf Twitter sind jede Menge kreativer Köpfe.

  • Ich bekomme einen Blick auf Vorgänge, den ich nicht mehr missen möchte.

  • Twitter ist ein prima Medium, um Iphoneographen und ihre Arbeit kennen zu lernen.

  • Ich war eine Woche @I_amGermany.

  • Twitter ist chaotisch.

  • Twitter ist das, was ich daraus mache.

  • 140 Zeichen sind eine echte Herausforderung