Montag, 29. Oktober 2012

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Autumn
#shockmypic #flowerporn #pink #green #nature #sznuts #autumn #streamzoo #garden #iPhoneography
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Dienstag, 14. August 2012

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Barnporn in Wassenach
#barnporn #village #vintage #sznuts #Eifel #Germany #iPhoneography #artistsontumbler #photography #wood
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Green Gate
#green #colorpower #architecture #artistsontumbler #wassenach #eifel #Germany #iPhoneography #snapseed #barnporn
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Samstag, 4. August 2012

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B & W
#flowerporn #ForTheLoveOfBlackAndWhite #beautiful #bw #blackandwhite #closeup #macro #artistsontumbler #Eifel #Germany
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Sonntag, 15. Juli 2012

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Lines!
#rustporn #rust #lines #abstract #artistsontumbler #iPhoneography #streamzoo #bw #ForTheLoveOfBlackAndWhite #iphoneonly
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Samstag, 14. Juli 2012

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Water anybody?
#industrial #water #railporn #bw #grunged #vintage #ForTheLoveOfBlackAndWhite #blackandwhite #beautiful #iPhoneography
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Rusty
#bw #beautiful #blackandwhite #ForTheLoveOfBlackAndWhite #rustporn #railporn #Eifel #Germany #iPhoneography #industrial
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Donnerstag, 12. Juli 2012

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Zwischen Nickenich und Wassenach

Driving home…
#abstract #art #bw #blackandwhite #CapturedMoment #monochromist #iPhoneography #streamzoo #beautiful
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Sonntag, 8. Juli 2012

Dorfblues - Mooklet

Dorfblues - Mooklet

Windpark



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Mittelrheintal



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Koblenz 2



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Koblenz 1



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Taunus



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Kölner Bucht



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Freitag, 6. Juli 2012

Montag, 2. Juli 2012

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Work
#Railway #railporn #rust #sznuts #streamzoo #industrial #iPhoneography #photography #Eifel #Germany
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Order and Chaos
#barnporn #rust #Railway #bw #blackandwhite #ForTheLoveOfBlackAndWhite #iPhoneography #photography #Germany #Eifel
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Crossroads
#railway #railporn #bw #blackandwhite #ForTheLoveOfBlackAndWhite #polaroid #art #beautiful #streamzoo #iPhoneography
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Samstag, 30. Juni 2012

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Red and Rugged
#industrial #barnporn #colorsplash #fuel #grunged #blackandwhite #bw #iPhoneography #red #sznuts
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Haunted
#ghostly #haunted #hdr #photography #iPhoneography #Eifel #Germany #sznuts #streamzoo #architecture
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Auf's Auge

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Beschäftigungen um sich von der drohenden Überbevölkerung zu überzeugen

am Samstag zu IKEA gehen!

Beschäftigungen um sich von der liebreizenden Art des Koblenzers an sich zu überzeugen

am Samstag zu IKEA gehen!

Mittwoch, 27. Juni 2012

Ein Tag in Klein Sprottwitz

Neulich waren wir im schönen preußischen Luftkurort Klein Sprottwitz. Trotz seines Namens ist Klein Sprottwitz ein recht große Stadt mit breiten Straßen. Schon bei der Ankunft begrüßte uns das obligatorische Reiterstandbild.



Leider war das Pferd gerade zur Reparatur, deshalb steht das Standbild ein wenig schief.

Mitten in Klein Sprottwitz gibt es einen schönen Stadtteil in dem ganz viele bunt angezogene Menschen ganz viele bunte Dinge verkaufen. Die bunten Menschen sind alle total dufte drauf, du.




Im historischen Stadtkern von Klein Sprottwitz kann man sehr große und sonderbare Gebäude bestaunen. Zum Beispiel steht mitten in der Stadt ein riesiges Radioteleskop, mit dem die Leute aus Klein Sprottwitz Außerirdische suchen.



Wenn sie Dinge suchen wollen, die ein bißchen näher sind, haben sie ein großes Fernrohr zur Verfügung.



All diese sonderbaren Instrumente werden aus Übersee mit dem Schiff angeliefert. Im Hafen von Klein Sprottwitz liegen viele moderne Schiffe



Aber es gibt auch ganz normale Gebäude, die man in jeder Stadt findet. Zum Beispiel eine Grundschule



oder Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung:



Sehr eindrucksvoll ist das Rathhaus von Klein Sprottwitz. Es wurde 1703 im spätgotischen Langhausstil gebaut und immer wieder modernisiert. Vor ein paar Jahren wurde ein Treibhaus oben drauf gebaut. Es wurde von den Stararchitekten Hermann Sudbrack und Emijl Strychalsky geschaffen.



Inmitten üppiger Wiesen und verträumter Wälder



liegt das Lustschlösschen der Prinzessin zu Landstuhl-Blasewitz:



Leider war niemand zu Hause.

Am Ende des Tages haben wir uns noch von einem Straßenstuckateur reliefartig in den Zement schnitzen lassen. Leider konnten wir das Kunstwerk nicht mit nach Hause nehmen, so dass man es jetzt immer noch auf einer der größten Straßen von Klein Sprottwitz bewundern kann.

Paddeln und die Staatsgewalt

Am Wochenende war mich mein Brüderchen aus Neuseeland besuchen.
Was lag näher, als mit jemandem aus dem Land, in dem es nur Wasserfälle zu geben scheint ;-) eine Paddeltour durch das Weltkulturerbe Mittelrhein (wow…) zu machen. Die Situation mit den beiden Straßen, dem Fluss und den Bahnstrecken ließ uns kurzzeitig schwanken, ob wir die Kanutour nicht zugunsten einer kleinen Runde Live-Frogger drangeben sollten. Das Kanu siegte letztendlich. Preis waren zwei Flaschen Wasser.

Ab Kaub ging es bei Hochwasser los.
Wo sie gerade sagen Hochwasser. Hochwasser führte zu einigen doch recht seltsamen Begegnungen mit den kulturellen Hinterlassenschaften der Menschheit:

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Zwischendurch spielten wir noch ein wenig das alte Huckleberry-Jim-Spiel auf dem Mississippi.

Am ersten Abend wurden wir dann bei Osterspay von der Wasserschutzpolizei aufgebracht, weil der Rhein für die Talfahrt wegen eines Feuerwerks gesperrt war.
Gut, wir haben uns nicht unbedingt wie Treibzeuge verhalten, aber den Begriff Fahrzeug auf Kanus anzuwenden, fanden wir leicht übertrieben; zumal wir an Deutschlands schönster Bank mit der malerischsten Aussicht rausgeschmissen wurden.

Egal, das gab uns die Chance auf eine kleine Rast bei Pino und anschließend eine nahezu bewegungslose Verharrung bei Markus auf der Couch, sozusagen als Stärkung für den nächsten Tag, an dem wir noch mal Huckleberry-Jim gespielt haben. Das Wochenende wurde dann durch ein kleines Tellerchen Kohlsuppe beendet und beides für wiederholenswert befunden.

Island 2005 - Teil 7

Nach meiner Bergtour merke ich, dass der vorangegangene Tag wohl der Höhepunkte dieses Reiseteils im Hochland war. Außerdem sagt der Wetterbericht ein Ende des schönen Wetters voraus, und außerdem soll es in Laugafell an der Hütte warmes Wasser geben. Ein Haufen Gründe also, endlich aufzubrechen. Vorher steht aber noch eine kleine Inventur an.

Beschädigt sind
am Zeug:

  • ein Kocher (nach Hause geschickt und Ersatz besorgt)
    ein Mobiltelefon (zerstört und vernichtet, Ersatz besorgt)
    ein rechter Sandalen (der hat sich doch einfach sang- und klanglos vom Rucksack verabschiedet, wurde nochmals von einem Radler gesehen, aber in Freiheit belassen. Möge er glücklich werden…sowohl Radler als auch Sandalen)
    ein paar Stöcke (sind beim Abstieg am vorhergehenden Tag dummerweise und unter nicht unbedingt zu veröffentlichende Gründen auf der Strecke geblieben)
    ein paar Falke Socken (Lava sei Dank)
    das Zelt (Ebenfalls Lava sei Dank hat sich ein kleiner Riss gebildet, der aber wieder verklebt ist.)
    eine Regenhose (die übrigens ein Jahr später auf einem Segeltörn endgültig vernichtet wurde)


am Kerl:

  • ein aufgeschürftes Knie
    zwei Blutblasen am linken Fuß
    Schmerzen im linken Schienbein (die mich übrigens noch ein halbes Jahr danach begleitet haben)
    eine rechte Schulter leicht lädiert


Alles in allem befinde ich mich also in gebrauchtem aber noch recht gutem Zustand und mache mich auf den Weg nach Laugafell.

Dummerweise sind auf 50 Kilometer drei Flüsse zu überwinden, hier machen sich die verschollene Sandale und die fehlenden Stöcke natürlich schon bemerkbar.
Bei den ersten beiden Flüssen habe ich Glück, und kann hinten auf einen Land Rover aufspringen, der dritte Fluss wird zu einer echten Herausforderung.
Mit einer Sandale geht es nicht, barfuß habe ich von den Spitzen Steinen höllische Schmerzen, außerdem fehlt mir jeder Halt durch die ebenfalls fehlenden Stöcke. Laut schreiend stehe ich im Bach und muss beschließen, meine Stiefel nass zu machen. Mit Schuhen geht es auch ganz vorzüglich durch den Bach, und die Abendsonne trocknet wenigstens noch die Socken. Die Schuhe bleiben die nächsten vier Tage quatschnass.
Leicht lädiert erreiche ich am nächsten Tag die Hütte in Laugafell, nachdem ich vorher Sundenlang an einem Bach gesessen habe und Steine ins Wasser geworfen habe. Endlich habe ich diesen Zustand erreicht, an dem Zeit egal wird.

Ich bin mittlerweile ein wenig dreckig.
Hinter einem Berg liegt dann die Hütte und es gibt ein Naturschwimmbad mit 36°C, Laugafell heißt wörtlich übersetzt nämlich “Badeberg”. (Neben dem Laugafell gibt es übrigens einen Berg, der 100 Meter höher ist, als dieser, einen unausprechlichen Namen hat, der wörtlich übersetzt soviel heißt wie “Berg der 100 Meter höher ist als der Badeberg. Praktisch veranlagte Leute, diese Isländer.)

Die nächsten Tage sind also gebongt und auch meine Füße freuen sich über stundenlanges Lümmeln im Wasser, rumliegen, den Wolken zusehen und wieder Lümmeln im Wasser. Laugafell ist auch deutlich weniger frequentiert als Nydalur, so dass eine fast familiäre Athmosphäre herrscht. Jeder bringt seine Vorräte mit, und schon gibt es die feinste Poolparty aller Zeiten. Zwei Bayern haben sogar ein paar Dosen Bier dabei, und eine Familie aus Hamburg sucht einen vierten Mann zum Doppelkopf spielen.
Klingt schon fast ein wenig wie Urlaub auf Malle.
Eine Entspannung der ganz besonderen Art gibt es übrigens in der Hütte selbst. Hier wird nämlich nicht nur das Schwimmbad mit 36°C warmem Wasser betrieben, sondern auch gleich die ganze Klospülung einer sehr sauberen Toilette. Es ist leicht einzusehen, dass sich hier völlig neue Möglichkeiten des Aufwärmens und Entspannens auftun. Ich bleibe zwei Tage.

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Island 2005 - Teil 6

26.07.2005
Heute ist Ruhetag. Aber so richtig. Naja fast. Ein bisschen Ordnung muss sein. Da die Sonne scheint wasche ich meine Klamotten und inspiziere meine Ausrüstung. Dabei muss ich feststellen, dass mir eine Sandale abhanden gekommen ist. Scheibenkleister, fünfhundert Meter weiter ist eine Furt, die es noch zu durchqueren gilt. Naja, eine Lösung wird sich schon finden. Ein Sandalenladen ist jedenfalls nicht um die Ecke.
Nach dem Frühstück gehe ich dann endlich zum Ruhetag über. Ich genieße es, auf einer echten Bank an einem echten Tisch in der Sonne zu sitzen, Tee zu trinken, Tagebuch zu schreiben, den wenigen Leuten zuzuhören, die da sind, und sonst absolut nichts zu tun. Meine Füße freuen sich darüber, dass ich den ganzen Tag barfuß rumlaufe. Zum Thema „barfuß“: Mein erstes Paar Falke-Socken ist durch. Sand und Lava haben hier saubere Arbeit geleistet, die Sockensohle sieht aus wie ein Netzstrummpf. Zum Glück habe ich ein zweites Paar dabei.
Als ich feststelle, dass ich mir schon eine ganze Weile ein und denselben Berg anschaue, will ich´s wissen.



Ja, den Berg Hahyrna kann man besteigen sagt der Hüttenwart. Er zeigt mir den Weg hinauf und erzählt mir, dass man oben gleich an der Kante des Tungnafellsjökull steht und auf den Vatnajökull schauen kann.
Später stelle ich fest, dass man von da oben fast alle großen Gletscher Islands sehen kann. Was ich am nächsten Tag erlebe kann ich nicht beschreiben. Fotos können die Eindrücke vielleicht am besten wiedergeben.

27.07.2005
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Island 2005 - Teil 5

23.07.2005
Während des Frühstücks unter strahlend blauem Himmel treffe ich die Entscheidung, wieder der F26 zu folgen. Ich bin lange hin und her gerissen zwischen der Einsamkeit auf der Nebenstrecke und der relativ gut ausgebauten Hauptroute. Am Ende siegt die Vernunft. Meine Karte erscheint mir nicht gut genug und ich bin allein. Falls mir etwas passiert, findet mich auf der Nebenstrecke kein Schwein (und Menschen wohl auch nicht viel früher).
Ich packe also zusammen und halte mich nordöstlich, bis ich nach zwei Stunden auf die Schotterpiste treffe. Nicht dass die Landschaft hier anders aussieht, aber es ist schon beruhigend, wenn man weiß, dass wenigstens einmal am Tag jemand vorbeikommt.



Trotzdem dauert es noch eine ganze weile, bis ich ein erstes Zeichen von Zivilisation entdecke.



Im Schatten einer Anglerhütte mache ich Rast. Dort tuckert zwar die ganze Zeit ein Generator, aber der treibt immerhin einen Kühlschrank an, in dem es Orangensaft gibt. Sündhaft teuer, aber ein Segen.
Nachmittags weiß ich, dass es sich gelohnt hat, die Strecke zu wechseln. Die Piste führt ziemlich lange bergauf, bestimmt zwei Stunden lang. Oben bin ich völlig durchgeschwitzt, aber wohl eine ziemlich große Attraktion für die schwedische Reisegruppe. Alle wollen ein Photo mit mir. Ihre Gegenleistung ist eine Riesige Flasche Zitronenwasser. Dankend nehme ich den Tausch an und schmecke noch drei Tage später das Zitronenaroma in meiner neuen Flasche. Der Tausch hat sich dann ja wohl gelohnt, oder?
Als ich oben wieder alleine bin, kann ich den Anblick erst richtig genießen. Ich sehe nicht nur die beiden großen Gletscher Hofsjökull und Vatnajökull, sondern auch den Hekla, in dem sich nach isländischer Überlieferung der Eingang zur Unterwelt befinden soll. Das wäre doch auch mal ein Reiseziel. Was aber noch viel wichtiger ist: zum ersten mal kann ich von da oben ungefähr sehen, wo mich meine Reise hinführen soll.
Am Abend machte ich dann Rast in meiner privaten Oase: einem kleinen Inselchen mitten im Fluss. Das Zelt steht auf einem Moospolster gleich am Wasser. Herrlich.



Schließlich wird es auch Zeit, mal wieder die Füße ins Wasser zu halten.



24.07. bis 25.07.2005

Die nächsten Tage folge ich der F26, die Mücken im Rücken, die beiden Gletscher links und rechts am Horizont und mein nächstes großes Ziel, die Nyidalur-Hütte nicht mehr weit entfernt. Die Landschaft besticht weiterhin durch ihre Weite, Gleichförmigkeit und Einsamkeit. Etwa drei mal am Tag begegne ich einem Auto, einmal sogar einem Fahrradfahrer. Bei dem Wind der hier oben mittlerweile weht sicherlich nicht das schönste Vergnügen. Aber das denkt er wohl über mich auch, wenn er den Staub sieht.
Nach einer Nachtruhe im Quellgebiet eines kleinen Baches erreiche ich am Nachmittag des 25. 07. die Nyidalur -Hütte.



Ich habe Hunger wie ein Raubtier auf Diät und beschließe, meinen Kartoffelbrei zu kochen. Was ich nicht gesehen habe: In der Tüte sind diesmal statt der üblichen zwei Portionen ganze zehn Teller. Lecker! Unter dem Staunen der anwesenden Tagestouristen spachtele ich mich auf der Terasse der Hütte stundenlang und mit Genuss mit Kartoffelstärke zu. Auf meine Verlautbarung, dass ich immer noch Hunger hätte, reicht mir ein deutsches Paar Kaffee und Kekse. Aber nicht irgendwelche Kekse, sondern diese süchtigmachenden schwedischen Zimtdinger. Ich bedanke mich artig und teile Kaffee und Kekse mit dem Radfahrer, den ich gestern getroffen habe. Der freut sich auch wie ein Schneekönig.
Als der Bus wieder weg ist, sitzen wir einfach nur so da, und lassen uns von der Sonne aufwärmen, reden wenig und laden uns wechselseitig zu einer Kanne Tee ein.
Gegen Abend kommt dann noch einmal Leben in die Bude, als noch eine Ladung Bustouristen aufschlägt. Zwei deutsche Touristinnen setzen sich lautstark lärmend neben uns. Sie suchen angeblich die Einsamkeit, beschweren sich aber über Sand, Mücken und Stille und darüber, dass sie sich schon seit gestern nicht mehr die Haare gewaschen haben.

Das ist der Punkt, an dem ich vorgebe, nichts außer fließend Suaheli zu sprechen.

Island 2005 - Teil 4

21.07.05
Nachdem ich mich am Motel habe absetzen lassen, beschließe ich, der Hochlandstraße F26 noch nicht zu folgen, sondern lieber meinen Weg abseits der Straße an den Ufern des Kaldakvisl zu suchen. Wie man diesen Bach überquert, habe ich ja schon zum Besten gegeben.
Am Abend schlage ich am Ufer mein Zelt auf und verbringe zum ersten mal seit ich hier bin einen Abend komplett alleine. Na ja, nicht ganz. Irgendjemand hat mir erzählt, in Island gäbe es keine Mücken.
DAS IST FALSCH!
Und zwar so falsch, dass ich im Zelt denke, es regnet in Strömen, dabei sind das nur die Mücken, die von außen gegen die Zeltplane klatschen.
Ich beschließe, am nächsten Tag Schutzkleidung zu improvisieren.



22.07.2005
Früh stehe ich auf, da ich nicht weiß, was mich heute erwartet. Auf der Karte besteht der Weg aus einer gestrichelten gelben Linie. Wie sich herausstellt, ist es in Wirklichkeit eine mehr oder weniger gut erkennbare Fahrspur.
Soweit so gut denke ich, unterschätze aber die Landschaft.
Gab es zwischen ƥorsmörk und Landmannalaugar noch jede Menge landschaftliche Abwechslung, bei der es im Viertelstundentakt Neues zu entdecken gab, besticht die Landschaft im Sprengisandur durch ihre Weite und Gleichförmigkeit. Mein Weg zieht sich endlos über weite Bodenwellen aus schwarzer Lava. Die Augen suchen vergeblich nach einem Punkt zum Festhalten. Mir ist es unmöglich, hier eine Entfernung abzuschätzen. Eine Steinformation ist schon eine willkommene Abwechslung.





Nachdem sich die Anfängliche Panik vor so viel Weite gelegt hat, beginnt sich eine nichtgekannte Ruhe in mir auszubreiten. Der Weg liegt vor mir, ich habe Essen, Wasser und ein Zelt. Mehr brauche ich nicht.
Nach vier Stunden erreiche ich endlich einen Bach, und ich kann ungefähr abschätzen, wie weit ich schon gekommen bin.



Mein Plan, den Kjalvötn erreichen zu wollen scheint realistisch.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit Wasser und und Riegeln stürze ich mich wieder in meine schwarze Wüste. Eigentlich ist es auch egal, wie weit ich heute komme, nur dass ein See nichts Schlechtes wäre, weil der Kjalvötn für lange Zeit die nächste Frischwasserquelle ist.

Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen, als hinter einer Kuppe plötzlich die majestätischen Eismassen des Hofsjökull in der Ferne auftauchen. Gigantisches Weiß, von dem ich noch nicht ahne, dass es die nächsten Wochen einer meiner treuesten Begleiter sein wird.



Das gibt mir neuen Schub, da der Horizont jetzt nicht mehr so eintönig ist. Gegen Abend werde ich noch einmal unsicher, als plötzlich ein Wegweiser auftaucht, wo nach meiner Karte weder ein Weg, geschweige denn eine eine Weggabelung sein sollen. Also Kompass raus und mal schauen, welche Abzweigung denn ungefähr passen könnte, da der Wegweiser auch nichts anzeigt, was mir irgendwie sinnvoll erscheint.




Ich wähle die linke Abzweigung und erreiche tatsächlich nach kurzer Zeit den Kjalvötn. Ein gespenstisch anmutendes Fleckchen Erde. Eine schwarze Wasserfläche in schwarzem Sand, kein Geräusch außer meinem Atmen, noch nicht mal Wind. Unheimlich!
Nach dem Abendessen fange ich sogar an, mit einer Spinne zu reden, die durch meine Töpfe krabbelt.

Ich nenne sie Wilson.

Island 2005 - Teil 3

Oder: Wie man einen Fluß überquert

Nämlich in dem man beschließt, die nächsten zwanzig Kilometer mit dem Bus zu fahren, weil der Verkehr aus Landmannalaugar sehr stark ist, und sich in Hrauneyjar am Motel abestzen lässt.

Wie das genau geht? Hier kommt die Anleitung:

1)



Suchen Sie am Fluss ihrer Wahl eine geeignete Stelle, die etwa 280 Meter breit, aber dafür schön flach ist.
Entledigen sie sich folgender Kleidungsstücke:
-Schuhe 2x
-Socken 2x
-Hose 1x

und eventuell:
-Karte 1x
-Messer 1x
-Kompass 1x

Legen sie dann an:
-Sandalen 2x

2)



Schnüren sie ein Bündel bestehend aus:

-Socken2x
-Hose 1x

und eventuell:
-Karte 1x
-Messer 1x
-Kompass 1x

Waten Sie los…

3)



...etwa 300 Meter, mindestens aber bis zum anderen Ufer.

Dann legen Sie ihre Sandalen ab, ziehen die Hose wieder an. Verstauen Sie gegebenenfalls Karte, Kompass und Messer.
Mittlerweile sind auch Ihre Füße wieder trocken, so dass sie ihre Socken anziehen können.

Stellen Sie dann folgendes Fest:
Ihre Schuhe stehen am anderen Ufer.

4)



Wiederholen Sie bitte Schritt 1). Waten Sie dann durch das eiskalte Wasser hin und zurück. Vergessen Sie bitte nicht Ihre Schuhe.
Wiederholen Sie Schritt 3). Vergewissern Sie sich, dass Sie tatsächlich Schuhe anhaben und lassen Sie um Himmels Willen nicht Ihre Sandalen stehen.

Island 2005 - Teil 2

16.07.2005
So, irgendwie fühle ich mich ruhiger und ausgeglichener. Zeit für einen zweiten Anfang der Tour. Ich wollte wohl doch zu schnell zu viel.
Aus einem führenden amerikanischen Schnellrestaurant in Reykjavik habe ich mir übrigens kostenlos ein paar Ketchuptüten mitgenommen. Da soll mir keiner sagen, das sei keine gastrosohpische Verfeinerung meines Speiseplans: Jeden zweiten Tag eine Tüte Ketchup zusätzlich.
Nachdem ich also mein Zeug wieder zusammengepackt habe, übernachte ich nur ein paar Meter weiter an einer zweiten Hütte im ƥorsmörk. Vorteil: Ich habe den Fluss am Ende des Tages durchquert und nicht am Anfag des nächsten. Es regnet wieder, aber ich freue mich auf morgen.

17.07.2005
Auffahrt auf die Autobahn nach Landmannalaugar, oder so ähnlich. Die Strecke ist wunderschön, führt zu Anfang durch einen Birkenwald. Doch von vorne herein ist klar. Besser ausbauen kann man einen Pfad nicht.



Spätestens als sich die Lavafelder vor mir auftun ist klar, eine Karte brauche ich nicht. Der Weg ist klar, und eine ungefähre Laufzeit kann man bei den entgegenkommenden Wanderern erfragen.



An dieser Stelle sei mir ein Hinweis an alle Erlaubt, die nur die Strecke Landmannalaugar – ƥorsmörk laufen wollen:
Landmanalaugar kann unter Umständen sehr überlaufen sein. Im ƥorsmörk ist alles eine Nummer ruhiger. Mir war bei der Ankunft in Landmannalaugar zu viel Rummel, Hotpot hin, Infrastruktur her. Allerdings: Wer in Landmannalaugar anfängt, läuft einen Tag den Berg hoch, und dann fast nur noch sanft bergab. Anderherum steigt die Strecke die meiste Zeit ganz leicht an, um dann nach Landmannalaugar runterzufallen. Geschmackssache…



Gegen Nachmittag komme ich an der Hütte Botnar an. Hier lohnt sich ein kleiner Abendspaziergang, bei dem man sehr gut sehen kann, was Wasser mit Lava so alles anstellen kann. Die Hüttenwärtin weiß Bescheid, wo es zur Schlucht geht. Wunderschön, einfach nur daliegen, durch die Gegend schauen und singen. Singen? Ja singen, ich trau mich ja sonst nicht, aber an dieser Schlucht geht´s nicht anders.



18.07.2005
Die Strecke zum Alvtavatn führt Anfangs durch Sand, Sand, Sand und Sand. Ach so und Sand liegt auch noch rum. In den verschiedensten Brauntönen unter strahlendem Sonnenschein. Auf der Strecke gibt es auch den ersten Fluß zu durchqueren. Die Flussufer Islands sind die reinsten Oasen. Selbst wenn man vorher stundenlang durch Sand und Lava gelaufen ist, ein Bach bringt Abkühlung, ein weiches grünes Polster und in manchen Fällen auch eine Menge Spaß. Jedem, der weiter will, bleibt nichts anders übrig, als Schuhe aus, Hose aus und durchwaten (eiskalt).
Die Strecke zieht sich dann noch um ein paar Hügel herum zur Hütte am Alvtavatn. Der Platz liegt traumhaft, aber auch sehr offen. Bei einem abendlichen Sandsturm muss mein Zelt zum ersten mal beweisen, was es kann.

19.07.2005
Der nächste Tag beginnt nach einem kurzen Anwärmen mit einer weiteren Flußdurchquerung gleich mal senkrecht die Wand hoch. Aber der Anblick von Oben entschädigt für alles.



Hinter dem Pass ändert sich die Landschaft schlagartig. Kleine Hügelchen aus denen heißer Dampf kriecht wechseln sich ab mit schneegefüllten Tälern, in die man mehr reinrutscht als runterläuft. Über allem liegt das, was eine Dänin am Abend den „eggy smell“ nennt, ein schwefliger Geruch, der sich wirklich an jedem Kleidungsstück festsetzt.
Die Hütte Hranftinnusker sieht man schon gegen Mittag, aber es gilt noch ein paar Stunden durch diesen welligen Schwefelsand zu laufen.
Die Hütte liegt ein paar Meter unterhalb des Passes und bietet bei gutem Wetter einen Ausblick auf die komplette zurückgelegte Strecke.
Der Platz selbst ist zwar steinig und windig, aber es gibt Steinringe, innerhalb derer es eben und windgeschützt ist.





20.07.2005
Landmannalaugar! Mir ist es zu voll. Aber es gibt einen natürlichen Hotpot, in dem ich mich stundenlang rumlümmele, und man kann Leute treffen, um Informationen über die kommende Strecke einzuholen und so ein wenig zu quatschen.
Das mit dem Quatschen war besonders nett mit vier Berlinern, die wohl offensichtlich auf der Rückreise waren. Die sahen mich bei meinem mageren Essen, wohingegen sie einen fürstlichst gedeckten Tisch hatten. Ich hab die die Einladung nicht zweimal aussprechen lassen. Schließlich hatten die Salat, Käse, Brot, alles was ich mir vorstellen konnte.
So war der Abend in Landmannalaugar doch noch sehr nett. Natürlich gehört nach einem guten Essen auch noch ein gutes Bad dazu, also noch mal in den Hotpot.